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Einzelprojekt, Kurzöffnung

Das Singen der Perlmutt-Zirpe

Betreut von: Prof. Dörte Eißfeldt, Prof. Bogomir Ecker

Ort: Jahnstraße 7a, 38118 Braunschweig


Zeiten:
Dienstag: 18:00 bis 22:00 Uhr
Mittwoch bis Samstag: 14:00 bis 20:00 Uhr
Sonntag: 14:00 bis 18:00 Uhr




„Nicht systematische, sondern additive und zusammengebastelte Kunst ist die unsere; (...) die wilde Lust am Sammeln, Auflisten, Anhäufen der verschiedensten Dinge entspringt dem Bedürfnis, die Überreste einer früheren Welt zu sichten und neu zubewerten (...)“ (Burkhard Kroeber: „Über Gott und die Welt: Essays und Glossen von Umberto Eco“)

Die Arbeit an und mit meinem Archiv ist eine Auseinandersetzung mit Positionen zu Archäologieen, Theorien, Medien und Ästhetiken des Archivs (Knut Ebeling/Stephan Günzel: „Archivologie - Theorie des Archivs in Philosophie, Medien und Künsten“) und zugleich ein experimenteller Umgang mit der eigenen Sicht auf das System. Ich sehe mein Archiv gleichermaßen als Kunst und Forschungsobjekt, das die eigenständigen Begriffe Institution und Konzeption, Arbeitsort und Methode in Beziehung zueinander setzt.

Mit der Wende von der Aufbewahrung zur Produktion des Wissens nahm Foucault dem Archiv die dokumentarische Passivität. Er verkehrte die übliche Auffassung vom Archiv ins Gegenteil: Das Archiv ist nicht der Ort, auf den man stets zurückgreifen kann, um die Fakten zu finden, es ist der aktive Vorgang, welcher für eine permanente Umschichtung und fortlaufende Transformation der Fakten sorgt. (Wolfgang Ernst: „Das Rumoren der Archive: Ordnung aus Unordnung“)

Basierend auf dieser Sichtweise ist das Zusammenwirken meiner Objekte ein dynamischer Prozess, bei dem es zur Verdichtung von Formen, Farben und Materialien aus unterschiedlichen Quellen kommt. Dabei spielen Stichworte wie Spiel aus Licht und Schatten, illusionistische Wirkung, Auflösung des Motivs, Verdichtung von Strukturen, lichte Farbigkeit, Transparenz, Bewegung, Verschiebung, Transformation und Überlagerung eine wichtige Rolle.

Diplompräsentation von Susann Dietrich


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3 Vgl. ,
Merve Verlag 2002.