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13.07.2012 16:48 Alter: 10 yrs

„Transformer (new monument)“ von Gabriel Rosas Aleman


20 Mädchen zwischen 11 und 17 standen am Donnerstagabend verschüchtert vor dem Parkplatz der Klassen Ecker und Kummer. Sie zogen ihre hohen Zöpfe mit den Glitzerschleifen zurecht und zupften an den Röcken ihrer Uniform. Dann wärmten sie sich auf, machten Pyramiden und Saltos und wirkten auf einmal gar nicht mehr so schüchtern. Es waren die Cheerleader von Wildcats Braunschweig, die sich für eine Performance von Gabriel Rosas Aleman im Atelier der Klasse Ecker vorbereiteten.

Die Cheerleader stellten sich in ihrer Formation auf. Sie bauten mit ihren Körpern Pyramiden, um sie sofort in sich zusammenfallen zu lassen. Immer wieder entstand eine Pyramide, eine Skulptur, die sich wieder auflöste, um sich organisch zu einer anderen Form zu entwickeln, zu transformieren.

„Wie sieht eine Skulptur aus, die nicht Objekt ist?“ fragt Dörthe Wilkens auf dem Flyer, der Gabriel Rosas Alemans „Transformer (new monument)“ angekündigt hat. Die Grenze von Skulptur, Objekt und Materialität im Kontrast zu dem menschlichen Körper und Lebendigkeit zu erforschen, war ein zentraler Denkansatz für „Transformer (new monument)“. Gleichzeitig stehen sich die Beständigkeit des Objekts und die Flüchtigkeit der Bewegung gegenüber. „Transformer (new monument)“ spielt mit den Gegensätzen, lässt Pyramiden entstehen, lässt sie wieder verfliegen und es bilden sich Skulpturen, die man zu greifen versucht, aber nicht kann. Zu schnell ist die Geschwindigkeit der Choreographie, zu rasant die Bewegungen.

Nach zweieinhalb Minuten war der Spuk vorbei, die Cheerleader gingen nach einer Zugabe wieder nach Hause. Es blieben die Gespräche der vielen Betrachter und der Versuch, die Skulptur in der Lebendigkeit zu verstehen.